[b][/b]
[i][/i]
[u][/u]
[code][/code]
[quote][/quote]
[spoiler][/spoiler]
[url][/url]
[img][/img]
[video][/video]
Smileys
smile
smile2
spook
alien
zunge
rose
shy
clown
devil
death
sick
heart
idee
frage
blush
mad
sad
wink
frown
crazy
grin
hmm
laugh
mund
oh
rolling_eyes
oh2
shocked
cool
[pre][/pre]
Farben
[rot][/rot]
[blau][/blau]
[gruen][/gruen]
[orange][/orange]
[lila][/lila]
[weiss][/weiss]
[schwarz][/schwarz]
ero langlotz
Administrator
Beiträge: 248 | Zuletzt Online: 28.02.2024
Name
Ero Langlotz
Beschäftigung
Psychiater und Systemtherapeut im
Hobbys
Musik - viola da gamba
Wohnort
80805 München
Registriert am:
12.09.2012
Geschlecht
männlich
Tigertraining (Testlauf)
keine Angabe
    • ero langlotz hat einen neuen Beitrag "Öffentlich machen von Aufstellungen NOVEMBER 2023" geschrieben. 23.11.2023

      Antwort auf Sylvie SCH.
      BEZIEHUNGSTRAUMA UND KRISE
      ÖFFENTLICHMACHEN VON AUFSTELLUNGEN

      DISKUSSIONSBEITRÄGE ZU

      Sylvia Sch.:
      Als Therapeutin weiss ich, daß ich Klienten hatte die, wenn ich solch eine Aussage gemacht hätte als Therapeutin, sie zugesagt hätten, weil ja quasi von mir suggeriert wurde, dass sie wenn sie nach einer dritten Sitzung "so weit wären" offener zu sein, nicht mehr unsichtbar, und mir dann auch noch einen Dienst erweisen könnten. Natürlich auch noch anderen helfen,die die Filme sehen.
      Damit würde ich indirekt meine Klienten formatieren, wie sie zu sein haben.
      ERO
      das ist ein wichtiger punkt, der unbedingt berücksichtigt werden muss.
      aber das leben ist komplexer, als wir es manchmal wahrhaben wollen.
      für mich geht es da um eine güterabwägung.
      und um die frage, für wessen freiheit sie sich da einsetzen!?
      jahrhunderte lang wurden persönliche beziehungstraumen als etwas "privates" angesehen, das mit der gesellschaft nichts zu tun hat.
      nur so war es möglich, dass die alltäglichen familiären beziehungskonflikte von der öffentlichkeit bewusst ignoriert wurden.
      das war auch im interesse der täter, die sich dadurch vor kritik oder anzeige schützen konnten.
      dadurch wurden aber die opfer im stich gelassen.
      nur so war es möglich, dass die auswirkungen dieser frühen beziehungstraumen auf das individuelle und auf das kollektive verhalten lange zeit nicht erkannt wurden.
      nur so war es möglich dass wir in diese globalen krisen hineingeschlittert sind, ohne uns der tieferen ursachen bewusst zu werden und diese beherzt anzugehen.
      haben sie gewagt, in den abgrund der drohenden globalen selbstzerstörung hinabzusehen?
      erst das gibt uns die entschlossenheit zu entschiedenem handeln.
      Es gibt dazu wenige möglichkeiten,
      aber immer hin diese zwei:
      1. unser eigenes überlebensmuster , das zu dieser krise beigetragen hat, zu erkennen und zu löschen,
      2. und diesen lösungsprozess anderen öffentlich (dem gemeinwohl) zu verfügung zu stellen, als anregung, ihr eigenes muster zu erkennen und zu löschen!
      es gilt, keine zeit zu verlieren.
      ich weiss, dass die eigenen traumen für viele mit scham behaftet sind.
      das können wir berücksichtigen
      durch austausch des namens
      durch weglassen individueller details - die für den lösungsprozess gar nicht relevant sind.
      andrerseits gehört es geradezu zur strategie dieser autoritären, patriarchalische traumatisierenden familien,
      die kinder zu verletzen
      und ihnen dann noch einzureden, sie seien schuld daran.
      mit dieser strategie schützten sich über jahrhunderte - wie bereis bemerkt -  diese familien vor kritik und straf-anzeige.
      sind sie sich bewusst,dass sie diese strategie unerstützen?
      wollen sie das wirklich?
      und das noch mit dem zitat einer kommunistin, einer frau, einer jüdin, die ihr leben im kampf gegen diese autoritären strukturen verloren hat???
      ist das nicht widersprüchlich?
      Es gibt einen weiteres argument für veröffentlichung – gerade für therapeutInnen.
      Ich selber habe als junger psychiater vor 45 jahren als klient an einer gruppentherapie teiilgenommen – auf vorschlag des therapeuten.
      Das war für mich damals nicht einfach,
      einmal, mich auf eine stufe zu stellen mit meinen klientInnen (ärzte fühlen sich ihren klientInnen gegenüber gerne überlegen, auch der damals übliche weisse kittel demonstrierte diese äussere distanz – wenn die innere abgrenzung unsicher ist)
      zum anderen fiel es mir nicht leicht, über meine probleme zu sprechen-in anwesenheit eigener klientInnen.
      Nachträglich erscheint es mir als eine sehr heilsame übung, um das – meist unbewusste – machtgefälle zwischen arzt und klientIn bewusst zu machen und zu überwinden.
      Aufgrund dieser eigenen Erfahrung von damals möchte ich auch heute den therapeutInnen unter meinen klienten, die sich scheuen, ihre aufstellung öffentlich zu machen, zu bedenken geben:
      verlierst du wirklich etwas wesentliches, wenn deine klientInnen sehen, dass auch du probleme hast und dir hilfe holst?
      Ist es nicht im gegenteil so, dass sie dann dich mehr achten, und der methode vertrauen, die dir selber geholfen hat?
      wenn eine klientIn darauf besteht, dass ihr video nicht veröffentlicht wird, werde ich das immer berücksichtigen.
      auch bei ihnen. es ist ihre dritte aufstellung, die beiden anderen sind nicht bei YT gespeichert.
      und ich mache ein video auch wieder nicht-öffentlich, wenn eine klientIn das wünscht.
      aber es kann sein, dass ich dann nicht mehr mit ihr arbeite.
      Danke sylvie, für ihre mail - sie hat mir geholfen, meinen standpunkt klarer zu formulieren!
      mit freundlichen grüssen
      ero langlotz
      Ihre Methode ist gut und wertvoll und ihr Einsatz für ihre Klienten ist exemplarisch! Ich bin sehr dankbar! Auch für ihre unkomplizierte Art und Weise direkte Antworten zu schreiben. Sie helfen sehr viel!
      Als Tiger, der die Sitzung nicht auf YT haben will, sage ich mit einem Zitat von Rosa Luxemburg: „'Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden‘.
      Herzliche Grüße
      Sylvie Sch.

    • ero langlotz hat einen neuen Beitrag "Öffentlich machen von Aufstellungen NOVEMBER 2023" geschrieben. 23.11.2023

      Lieber Herr Langlotz,
      Wir haben nächste Woche einen Termin für eine Aufstellung und ich will nicht, daß es auf YT veröffentlicht wird. Ich möchte die Freiheit haben eine Privatsphäre zu haben und nicht auch noch damit anderen helfen zu können. Wann und wo ich "Tiger bin " und so gesehen werden will, das liegt bei mir. STOP!
      Das habe ich jetzt als Klientin gesagt.

      Als Therapeutin weiss ich, daß ich Klienten hatte die, wenn ich solch eine Aussage gemacht hätte als Therapeutin, sie zugesagt hätten, weil ja quasi von mir suggeriert wurde, dass sie wenn sie nach einer dritten Sitzung "so weit wären" offener zu sein, nicht mehr unsichtbar, und mir dann auch noch einen Dienst erweisen könnten. Natürlich auch noch anderen helfen,die die Filme sehen.
      Damit würde ich indirekt meine Klienten formatieren, wie sie zu sein haben.
      Ihre Methode ist gut und wertvoll und ihr Einsatz für ihre Klienten ist exemplarisch! Ich bin sehr dankbar! Auch für ihre unkomplizierte Art und Weise direkte Antworten zu schreiben. Sie helfen sehr viel!
      Als Tiger, der die Sitzung nicht auf YT haben will, sage ich mit einem Zitat von Rosa Luxemburg: „'Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden‘.
      Herzliche Grüße
      Sylvie Sch

    • ero langlotz hat das Thema "Öffentlich machen von Aufstellungen NOVEMBER 2023" erstellt. 23.11.2023

    • Maika antwortet auf diesen Text am 6.10.24
      Lieber Ero,

      Das freut mich und es ehrt mich sehr, dass ich dazu inspirieren konnte. :-)
      Die ausgeführten Erläuterungen sind sehr anschaulich, nachvollziehbar und ermutigend für alle Betroffenen. Herzlichen Dank dafür, ich habe es auch schon auf dem YouTube Kanal gesehen.

      Für mich (und sicher für viele andere Menschen) ist es ungemein wichtig:
      1. Die Zusammenhänge in ihrer Entstehung und Dynamik zu erkennen und zu verstehen und
      2. zu erfahren, dass und wie sich maladaptiv gespeicherte Trauma-Introjekte / "Programme" tatsächlich löschen lassen; und so eine wirkliche Änderung möglich ist, ohne immer wieder in alte leidvolle Schleifen zu geraten. Und dass jeder Mensch die Macht hat, es selbst zu tun, sich damit sozusagen selbst ermächtigt. Ein richtig gutes und würdevolles Gefühl! Das ist genau das Gegenteil von dem, was ich überall, auf fast jedem Gebiet, in der Gesellschaft beobachte - ein rigides Gehaltenwerden in Abhängigkeiten, was selbstverständlich und normal erscheint. Das fällt mir jetzt immer mehr auf...

      Mein ganzes Leben habe ich nach diesen Zusammenhängen gesucht - ich wollte verstehen, was es ist und warum es so ist und wie ich es verändern kann. Und das auf eine möglichst wenig belastende und nachhaltige Weise. Schon früh habe ich mich umgeschaut in Märchen und Mythen, in der Philosophie, der Medizin, der Psychologie, der Spiritualität und einigem mehr. Ich habe zwei Therapien gemacht, darunter eine 4,5 jährige Psychoanalyse. Das hat mir zwar viele wichtige Erkenntnisse gebracht, aber keine brauchbare Lösung. Bei diesen frühen, komplexen und transgenerationalen Bindungsstörungen mit Erfahrungen von Missbrauch jeder Art, ist die innere Verwirrung zu groß und alles sehr mit dem eigenen Identitätsgefühl "verbacken" und durch entsprechende Folgeerfahrungen in dem Muster verstärkt, als dass man da alleine rausfinden könnte. Das Konzept SSI und schließlich die eigene gemeinsame Sitzung hat mir den Schlüssel in die Hand gegeben. Es war das Puzzlestück, das fehlte.

      Jetzt fühle ich mich in der Lage, eine andere Sicht einzunehmen und die Dinge unterscheiden zu können (und mit Eigenerlaubnis zu dürfen!). Die Arbeit hört natürlich nie auf, doch jetzt habe ich andere Handlungsmöglichkeiten durch eine gute Orientierung in, mit oder besser aus mir selbst heraus. Ich bin glücklich darüber, einen eigenen psychischen Raum wirklich zu spüren, der klare und intakte Grenzen hat und sich dennoch flexibel anfühlt. Ihn "in Besitz" zu nehmen. Das ist ein Gefühl von PRÄSENZ im eigenen Körper, das gibt Kraft, vermittelt Stärke und es ist ein ruhiges, freudiges Empfinden - es fühlt sich an wie tiefer Frieden. Jetzt schäme ich mich nicht mehr für mein Sein und vermeintliches Versagen und fühle Dankbarkeit für und Freude an jedem Tag meines Lebens hier auf der Erde. Es ist sehr erleichternd, Kompensationsmechanismen nach und nach einstellen zu können, es fällt sogar recht leicht (manchmal braucht es etwas Übung und Dranbleiben). Die Motivation: Es wird Energie frei, die dann zur Verfügung steht.

      Das alles ist natürlich noch neu - der Raum, der von wesensfremden Introjekten besetzt war, fühlt sich an, wie ein unbekanntes "weißes Land" - einerseits Abenteuer, andererseits verunsichert das auch erst einmal. Das ist der Preis, damit muss man rechnen, es ist für mich auch vollkommen logisch. Dieser freigewordene Platz will mit der eigenen Präsenz ausgefüllt werden. Da es neu für mich ist und ich keine Vergleichsvorstellung dafür habe, muss ich wohl vertrauen. Mir selbst, meiner Vitalität und meinem WAHREN SELBST, dass ich als eine Art "Bodenstation" für das HÖHERE SELBST verstehe. Jetzt ist mir auch klar, warum man sich nicht wirklich weiterentwickeln kann, bevor die mitgebrachte "Grundausstattung" nicht gesund "verkörpert" ist. Einfach genial!

      Herzliche Grüße
      Maika

    • ero langlotz hat einen neuen Beitrag "Mutter-Tochter-Symbiose Lösung durch "Schattensegeln"" geschrieben. 14.08.2023

      Nachricht von Carmen am 14.8.23
      ( Mich hat Ihr letzter Newsletter sehr berührt. Auch ich habe tatsächlich ausgerechnet, wann sich der Sterbetag meiner Mutter in m e i n e m Leben jähre…..) ABER: lebendiger, reicher, beglückender sind wichtigere Daten, die mit IHNEN zu tun haben und mein Leben veränderten: 13. 7. 2021 Ich suchte und fand Sie im Netz, sah ein allererstes Video Ihrer Arbeit.
      25.3.2023 Ich schrieb mir aus Ihrem Newsletter / Ist die Not am größten Ihren Satz > DIE ELTERN SIND JA EIGENTLICH NUR INSTRUMENTE DIESER ERDE….< auf und klemmte ihn mir, für immer sichtbar, unter meine Schreibtischauflage.

      Ich habe diese Worte begriffen, durchdacht, von allen Seiten abgeklopft, sowohl in Richtung Vergangenheit, also auf meine Eltern bezogen, und, tausendmal wichtiger, in Richtung meiner Kinder. ( Dabei gebe ich zu, dass ich zunächst voller Empörung war und gedacht hatte: t y p i s c h Mann! Keine Frau, keine Mutter könnte diese Ihre Aussage unterschreiben!!! Je neun Monate Schwangerschaft! Je so lange Zeit der persönlichen Inanspruchnahme…! )

      Jetzt hat uns unsere Tochter / 42J. für drei Wochen besucht. Nach zwei Jahren Kontaktstille, sie hatte sich diese Zeit bei der Familie, den Geschwistern, bei Freundinnen und Freunden erbeten, nach zwei Jahren waren meine Augen, mein Herz, meine Arme einfach o f f e n, und ich konnte auf wunderbare Art und Weise diese junge Frau, die eben auch meine Tochter ist, l a s s e n, annehmen, ihre Botschaften erkennen, sie respektieren, ohne sie ‚mutterbesserwisserisch‘ zuzuschütten: ich konnte ihren Besuch genießen.

      Ich war NICHT s i e!
      Ich blieb i c h, bewahrte mir meinen eigenen Raum, verletzte
      i h r e n nicht!
      Das gelang! Das gelang!
      Und DASS das so war, verdanke ich Ihnen und Ihrer Arbeit!
      Kapiert! ASSIMILIERT🧡! Erfolgreich angewandt und gelebt!

      Durch meine intensive Auseinandersetzung mit dem, was Grenze, Grenzziehung, Wahrung von Räumen mit uns macht, erlebe ich eine unbeschwerte, federleichte N ä h e, die mich froh macht.
      ( Zu Weihnachten hat sie ihren nächsten Besuch angesagt….)

      Lieber Ero,
      von Herzen Dank!, immer wieder - und täglich von neuem - und meinen Gruß im August,
      Carmen
      ANtwort Ero:
      liebe carmen

      danke für dies glück!

      gerade beschäftige ich mich mit dem introjekt - z.b. einer geliebten person.

      und sie haben dasselbe erlebt aus der perspektive der mutter.

      eine sensible, vielleicht zu offene tochter - ohne grenzen

      und eine mutter, die diese ungefilterte nähe zu einem lebendigen wesen sucht.

      ohne zu ahnen, dass auch - oder gerade! -so eine tochter angewiesen ist darauf, dass zumindest andere ihre grenzen respektieren, selbst wenn sie selber sie nicht schützen kann.

      diese rückmeldung kann für andere betroffene so heilsam sein - meinen sie nicht?

      herzliche grüsse

      ero

Empfänger
ero langlotz
Betreff:


Text:
{[userbook_noactive]}


Xobor Ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz